VERSCHIEDENE LEBENSLAGEN, RAT UND EMPFEHLUNGEN

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VERSCHIEDENE LEBENSLAGEN, RAT UND EMPFEHLUNGEN © Lupo / pixelio.de 1 2 3 4 5 6 7 8 52 8.1 Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung Jeder von uns kann aufgrund einer Erkrankung, eines Unfalls oder altersbedingten körperlichen und geistigen Beschwerden in seinen Fähigkeiten eingeschränkt werden. Tritt ein solcher Fall ein, ergeben sich oft vielfältige Probleme. Es muss geklärt werden, wer das Vermögen verwaltet und die Bankgeschäfte erledigt oder für geeignete ambulante Hilfe sorgt, gegebenenfalls sogar einen Platz in einem Wohn- oder Pflegeheim organisiert. Im schlimmsten Fall kann es dazu kommen, dass der Betroffene, bedingt durch seinen schlechten gesundheitlichen Zustand, nicht mehr in der Lage ist, ein menschenwürdiges Leben zu führen. Eine Patientenverfügung hilft, den Willen des Betroffenen richtig umzusetzen. Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung In einer Vorsorgevollmacht werden eine oder mehrere Personen benannt, die im Bedarfsfall handeln sollen. Die Vollmacht gilt nur für die Angelegenheiten, die auch ausdrücklich in dem Dokument benannt sind. Die Vorsorgevollmacht ermöglicht ein hohes Maß an Selbstbestimmtheit. Neben rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten kann zum Beispiel für den Fall einer Betreuungsbedürftigkeit eine Person vorgeschlagen werden, die die Betreuung übernehmen soll. Eine Vorsorgevollmacht ist eine absolute Vertrauenssache. Man sollte deshalb bedenken, dass es im Notfall vielleicht keine Möglichkeit mehr gibt, den Bevollmächtigten zu kontrollieren oder ihn kontrollieren zu lassen. Die Vorsorgevollmacht unterliegt keiner besonderen Formvorschrift, muss aber unbedingt persönlich unterschrieben werden. Es ist ratsam die Vollmacht notariell bestätigen zu lassen. Patientenverfügung Die Patientenverfügung gibt den Willen einer Person wieder, wie im Krankheitsfall von den Ärzten mit sogenannten lebensverlängernden Maßnahmen umgegangen werden soll. Der Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen ist eine schwerwiegende Entscheidung. Beim Für oder Wider einer Patientenverfügung ist eine vorherige Absprache mit dem behandelnden Arzt sinnvoll. Auskunft und Beratung: Amtsgericht Erkelenz Kölner Str. 61, Tel.: 02431/96020 www.ag-erkelenz.nrw.de Sozialdienst Kath. Frauen und Männer e. V. Region Heinsberg, Westpromenade 13 Ansprechpartner: Herr Trzeciak Tel.: 02431/96000


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